Dienstag, 21. November 2017

Willkommen zurück + Stollen Thüringer Art

*pust* Staubt wirbelt auf und tanzt im Sonnenlicht, dass durch das Küchenfenster scheint - ich muss husten.

So, oder so ähnlich würde es mir gehen, wenn ich genau vor einem Jahr das vorerst letzte Rezept in mein Rezeptbuch geschrieben hätte und das Buch auf der Seite aufgeschlagen hätte liegen lassen.
Was mich zu der Frage führt: Gibt es Staub im Internet? ;-)
Das letzte Jahr war aufregend, vor allem durch den Umzug ins neue Haus, aber auch voller Arbeit. Das Haus musste ja erst einmal bewohnbar gemacht werden. Unzählige Male haben wir den Baumarkt aufgesucht - meist erfolgreich, selten nicht.
Und so mussten in dieser Zeit Ideen sprudeln, wie das Haus eingerichtet werden soll. Ein bestimmter Stil? Ideen von Anderen kopieren? Etwas wagen? Oder einfach laufen lassen? Ich glaube es ist eine Mischung aus allen geworden. Das Haus möchte ich seit Mai als fertig bezeichnen - da sind wir nämlich auch eingezogen.
Der Garten ließ und lässt auf sich warten. Klar, kann ja nicht alles auf einmal werden. Aber direkt nach den Einzug wurden Ideen für draußen gesammelt: Terrasse, Hochbeet, Quittenbaum, Stauden, Hecke, Außenküche....
Nix von all dem ist dieses Jahr umgesetzt worden. Aber da ich nun die Vorstellungen meines Gartens im Kopf habe und teilweise auf Papier gebracht habe, kann ich mich wieder den Rezepten widmen.
Ich war bei meinen Opa zu Gast und das Gespräch kam auf seinen alten Holzbackofen. Früher, wenn dieser angeheizt wurde, war Backtag. Der gesamte Tag war damit verplant und auch die Nachbarn kamen und brachten ihre Kuchen zum durchbacken.
Ich kenne das alles nicht mehr. Aber der Gedanke gefiel mir. Jetzt, so kurz vor Weihnachten. Mama backte zu der Zeit immer Stollen. Ich fragte sie, ob sie dieses Jahr welche plante. Als die Antwort Nein hieß, war klar wer sich mit Rezepten für Stollen beschäftigte. Da es sich nicht gelohnt hätte nur für ein paar Stollen den Ofen anzuheizen, überlegte ich weiter....
 


Und so verbrachten wir einen drüben, später regnerischen Tag bei meinen Opa. Aßen Zwiebelkuchen und Detscher mit Kaffee. Außerdem backten wir Apfel-Streuselkuchen, Brote und natürlich die Stollen.


Und für heute schlage ich die nächste Rezeptseite in meinen virtuellen Rezeptbuch auf und notiere:
Stollen Thüringer Art
für 4 Stollen
  • 1 kg Mehl Type 550
  • 200 ml Milch
  • 2 Würfel Hefe
  • 600 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 2 Pkg. Vanillezucker
  • 10 g Salz
  • 150 g Rosinen
  • 50  ml Rum
  • 200 g Mandeln
  • 100 g Orangeat
  • 100 g Zitronat
  • 2 Tropfen Bittermandelaroma
  • 250 g Butter
  • 100 g Puderzucker
  • 2 EL Stärke 

  1. Rosinen bereits mindestens am Vorteig in Rum einlegen. Ich habe die Rosinen 3 Tage im Rum ziehen lassen.
  2. Mehl in eine Schüssel geben, Mulde formen, Hefe hinein bröseln, ca. 50 g Zucker dazu und die Milch in einen Topf handwarm erwärmen. Milch dazu geben
  3. Einen Vorteig rühren mit einen Teil des Mehls, Vorteig mit etwas Mehl abdecken und 45 Min. an einen warmen Ort gehen lassen.
  4. Danach Butter, restlichen Zucker, Vanillezucker und Salz hinzufügen und zu einen glatten Teig verrühren. Wieder 45.  Min gehen lassen.
  5. Rosinen in ein Sieb geben, Rum auffangen (und trinken :-) ) und die Rosinen zum Teig geben.
  6. Gehackte Mandeln mit kochenden Wasser übergießen, 5 Min. stehen lassen, abgießen und zum Teig geben.
  7. Orangeat und Zitronat dazu geben sowie Bittermandelaroma und alles gut durchkneten.
  8. 4 Laibe formen und auf ein Backblech geben. Dort weitere 45 Min. gehen lassen.
  9. In den Ofen für ca. 45 Min. bei 180-200°C, danach mit Butter bepinseln und einzuckern.( das war natürlich im Holzbackofen nicht so einfach. Ich weiß nicht, bei welcher temperatur wir ihn gebacken haben)
  10. Puderzucker mit etwas Stärke mischen und über den Stollen geben.
  11. In Alufolie einwickeln und 3-4 Wochen durchziehen lassen.




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